LEICHT DESIGN KÜCHE

Mit dem Global Kitchen Award 2025 gekürt!

In einer ehemaligen Kirche, die zu einem Wohnatelier umgenutzt wurde, setzt der Küchenentwurf ein klares architektonisches Statement.

Die Bossa-Hochschrankzeile aus Echtholz-Wallnuss-Oberfläche zwischen den Sichtbetonwänden integriert sowohl einen Pocket-Schrank als auch eine Durchgangstüre und schafft so eine reine, funktionale Linienführung.

Die gesamte Küche steht auf einem Podest mit Betonkernaktivierung, das sich präzise aus dem Boden erhebt. Durch das Höhenspiel entstehen in der Küche Zonierungen zum Arbeiten oder auch zum Verweilen und Essen. Die Kücheninsel mit echter Sichtbetonoberfläche schließt bündig mit dem Podest ab und verstärkt die Einheit der Küche mit der Architektur durch ehrliche Materialien.

Eine abgestimmte Lichtführung hebt die klare Formensprache hervor und verleiht dem Raum eine ehrliche, reduzierte Atmosphäre. So entsteht eine skulpturale Verbindung von bestehender Bausubstanz und moderner Küchenarchitektur.

Zweifamilienhaus YADAG | Ebhausen

Dieses Zweifamilienhaus wurde maßgeschneidert für ein Grundstück im Neubaugebiet in Ebhausen entwickelt. Entwurf und Planung folgen konsequent den Wünschen der Bauherrschaft und schöpfen das baurechtliche, räumliche und topografische Potenzial des Standorts maximal aus.

Der moderne Flachdachbau in Massivbauweise ist vollunterkellert und gliedert sich in zwei funktional unterschiedliche Kubaturen: das Wohngebäude und die Doppelgarage. Beide Baukörper schmiegen sich präzise aneinander, treten jedoch als klare architektonische Einheit in Erscheinung. Über der Doppelgarage befindet sich eine separate Dachterrasse, nach Südosten ausgerichtet. Hochbeete übernehmen hier funktional und gestalterisch die Rolle der Absturzsicherung – sichern gleichzeitig die Privatsphäre beider Wohneinheiten.

Ein zentrales Gestaltungselement ist die großzügige Terrasse, die sich als Podest vom Gelände erhebt. Über eine gestaffelte Treppenanlage – bewusst als piazzaartige Sequenz ausgebildet – entsteht ein fließender Übergang zwischen Haus und Außenraum. Der Hauptausblick orientiert sich nach Südwesten und öffnet sich in Richtung der umliegenden Berglandschaft.

Mit einer Gesamtwohnfläche von 365 m2, einer Gesamtnutzfläche von 81 m2 und einem Bruttorauminhalt von 1.716 m3 wurde auf einer Grundstücksgröße von 520 m2 das Maximum an Wohn- und Nutzqualität realisiert – präzise, effizient und standortgerecht.

Ein Projekt, das zeigt, wie klare Kubatur, funktionale Trennung und maßgeschneiderte Planung zu nachhaltiger Wohnqualität führen.

TOWNHOUSES | Nagold

Zwei Reihenendhäuser und zwei Reihenmittelhäuser bilden ein kompaktes Ensemble über den Dächern von Nagold mit direktem Blick zur Burgruine Hohennagold. Der Entwurf ist klar, modern und konsequent aus der Topografie entwickelt.

„Bei diesem Projekt diente mir die Klaviatur eines Pianos als Entwurfsvehikel. Nicht als Metapher, sondern als strukturelles Prinzip: Rhythmus, Wiederholung, Pausen und Grenzen als Fugen zwischen den Tasten. Während des Spielens wurden die Tasten zu Maß, Ordnung und Abfolge – schwarze und weiße Felder als Verdichtung und Leere, Spannung und Ruhe. So entstand ein Entwurf, der nicht dekorativ ist, sondern räumlich funktioniert.“ – M.Sc. Erhan Arslan, Architekt

Zentrales Konzept ist die ehrliche Ablesbarkeit der Wohnungstrennwände: Sie funktionieren nicht nur als Brand- und Schallschutz, sondern treten bewusst als gestaltprägendes Element in Erscheinung. Die Trennwände werden als sichtbare Sichbetonfassaden nach außen geführt und strukturieren das Gesamtvolumen deutlich. Innen wie außen entsteht so eine klare Ordnung und eine starke architektonische Identität.

Die Grundrisse sind logisch und effizient organisiert. Jede Einheit besitzt klar definierte Bereiche: eine eindeutige Eingangssituation, getrennte Stellplatz- und Zugangsbereiche sowie private, ruhige Gärten mit klarer Abgrenzung zum Nachbarn. Nähe wird zugelassen, ohne Privatheit aufzugeben.

Die größte Herausforderung lag in der Topografie. Die Gebäude springen nicht nur horizontal vor und zurück, sondern auch vertikal in der Höhe. Diese Staffelung war zwingend notwendig, um auf das Gelände zu reagieren und gleichzeitig hochwertige Belichtungs- und Blickbeziehungen zu schaffen. Die Ansichten zeigen diese Versätze bewusst und machen sie zum integralen Bestandteil der Gestaltung.

Zur präzisen Umsetzung reichten klassische 2D-Pläne nicht aus. Ergänzend waren detaillierte 3D-Visualisierungen und ein physisches Modell notwendig, um Schalungshöhen, Übergänge und das Fugenbild der Sichtbetonfassaden exakt festzulegen. Nur so ließ sich die gewünschte Präzision in der Ausführung sicherstellen.

Parallel dazu erforderte die energetische Konzeption eine hohe Detailtiefe. Mehrere Schnitte und konstruktive Details waren notwendig, um eine durchgängige thermische Hülle ohne Wärmebrücken zu definieren und realistisch umsetzen zu können.

Das Ergebnis ist ein kraftvolles, ruhiges Wohnensemble: präzise geplant, konstruktiv ehrlich und konsequent aus Ort, Topografie und Nutzung entwickelt.